Mit seinen 1142 Metern über NN ragt er deutlich aus der Landschaft und ist mit seinen Aufbauten weithin zu sehen

Als Teil der Grenzanlagen der früheren innerdeutschen Grenze war Sie für Urlauber von 1961 bis 1989 nicht zu erreichen. Heute führen wieder Wanderwege auf den Gipfel, den man aber auch mit der Brockenbahn erreichen kann. Ein Hotel mit angeschlossener Gastronomie gibt dem müden Wanderer Unterkunft und dem hungrigen Reisenden Speis und Trank. Der Brocken ist Bestandteil des Nationalparks Harz und genießt besonderen Schutz. Sanfter Tourismus war und ist Bedingung zur Erhaltung der Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Die Flora und Fauna hat sich in der Zeit als Sperrgebiet sehr gut erholt und entwickelt. Einige Arten, wie die Brockenanemone kommen nur hier vor. Andere Arten wie der Luchs wurden wieder angesiedelt oder aber eingeschleppt, wie der Waschbär. Ihr zukünftiger Einfluss auf das bestehende Gleichgewicht lässt sich noch nicht einschätzen, sind Sie doch unmittelbare Fressfeinde heimischer Vogelarten, die es auch ohne neue Raubtiere besonders schwer haben. Wenn Sie also den Brocken besuchen, genießen Sie die Aussicht und die Wanderung. Bedenken Sie aber auch, das Sie sich in einer Region bewegen, die den Menschen nicht gewohnt ist. So kann (wie schon geschehen) eine einzige achtlos weggeworfene Zigarettenkippe das Leben und den Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere, sogar ein ganzes Hochmoor für immer vernichten.