Die Gründung der Siedlung wird auf Markgraf Gero (gest. 965) zurückgeführt, der hier am Fuße des Gebirgsteilrands einen Fronhof und eine Kirche errichten ließ, um die sich die Bauernsiedlung mit dem Tieplatz entwickelte. Nach dem Tod seiner Söhne gründete er das Kanonissenkloster Gernrode. Die Äbtissinen, deren Stift später zur Reichsabtei erklärt worden war, sahen in dieser Stärkung ihrer staatsrechtlichen Stellung ein Mittel, den Bauern und Handwerkern bis ins 16. Jahrhundert jede politische Macht vorzuenthalten. Neben den umliegenden Mooren ein Grund, warum sich Gernrode nicht zu solcher Blüte wie beispielsweise Quedlinburg entwickeln konnte.